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Stand: 2.5.2009
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Genealogie 1x1

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1. Namensschreibung

Etwas verwirrend scheint anfangs der Umstand, dass früher Familiennamen von Frauen und Mädchen die Endung "-in" bekamen, ohne dass diese tatsächlich Bestandteil des Namens wurde. Die Frau des Hans Müller war also die sprichwörtlich "... schöne Müllerin". Bleibt diese Endung am Namen erhalten, kann dies ein Hinweis auf eine uneheliche Geburt sein. Die Mutter hat ihren Mädchennamen weitergegeben.

In Gebieten mit deutscher und polnischer Bevölkerung (z. B. Posen) wurde z. T. die slawische Art Frauennamen mit der Endung "-owa" oder "-owna" zu bilden auch für Deutsche verwandt (siehe Beispiel II).

Desweiteren wurden die Namen entsprechend ihrer Verwendung im Satz stärker als heute dekliniert und erhielten entsprechende Endungen.


Beispiel I (Brandenburg):
Heirat 1738

1738
d[en] 28 7bris (=Septembris) ist der Ehr- u[nd] Arbeitsame Junggesell Christian
     Glaucke
, des Ehrn u[nd] wohlbenahmte[n] Hans
     Glauckens
, Schweinhirtens ältester Sohn [mi]t
     seiner verlobte[n] braut, der Ehr- u[nd] tugend-
     same[n] jungfer Maria Wulffin, des Ehrn- u[nd]
     wohlbenahmte[n] Christian Wulffens, hausman[n]s
     in Dömnitz ältesten tochter proclamirt, und
     den 13 Octobr[is] darauff in Dömnitz copulirt
     worde[n].

(= Familiennamen: Glaucke & Wulff)


Beispiel II (1782: Westpreußen):
Christina Neubaurowna
et Christina Neubaurowna

(= Familienname: Neubauer)


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